Evangelische Kirche Birkenau

Informationen über Kirchenbau, Orgel und Glocken

der evangelisch-lutherischen Kirche in Birkenau

 

 

 

Kirchengebäude

Ursprung und Geschichte des alten Gotteshauses liegen weitgehend im Dunkeln. Die Nutzung als Simultankirche beider christlicher Konfessionen ab 1665 ist überliefert.

Diese Kirche wurde 1725 restauriert und mit einer neuen Orgel ausgestattet.

1811 wurde sie wegen Baufälligkeit geschlossen und 1817 abgerissen. Turmuhr und Orgel u. a. wurden in die evangelische Schule ausgelagert.

Der katholischen Kirchengemeinde wurde 1819 auf dem Gelände der Ortsherrschaft ein eigenes Gotteshaus erbaut, finanziert von Baron Wambolt von Umstadt, der damit ein Versprechen seines inzwischen verstorbenen Vaters einlöste.

 

Die evangelische Kirchengemeinde legte am 1. Mai 1818 auf dem Kirchgelände den Grundstein der klassizistischen Kirche, wie sie heute noch in ihrer Gesamtheit erhalten ist. Sie wurde gebaut nach dem Entwurf und Plan (von 1816) des Darmstädter Oberbaurats Georg Moller. Die Baukosten beliefen sich auf 13352 Gulden. Diese wurden durch Abgaben und Spenden der evangelischen Birkenauer Einwohner aufgebracht.  Die Einweihung der neuen evangelischen Kirche war am 11. Juni 1820.

1841/42 wurden Kirchturm und Glockenstuhl unter Aufsicht von Georg Moller erneuert.

1914 wurde die Kirche umfassend renoviert.

Die letzte Renovierung fand 2002 statt.

 

Orgel und Orgelveränderungen

1725   Orgel von Orgelmacher Johann Valentin Müller aus Heidelberg.

1820 – 23  Orgel von Hoforgelbauer Gottlieb Oberndörfer aus Darmstadt unter Verwendung der Orgel von 1725. Das heutige Orgelprospekt stammt von Gottlieb Oberndörfer (1823).  

1971   Orgel von Orgelbauer Klaus Becker aus Kupfermühle mit Pfeifen der alten Orgel.

2008   Renovierung der Orgel und Erweiterung um eine Posaune 16´ durch Orgelbaumeister Michael Becker aus Sattenfelde (seit 2010 in Freiburg).

 

Glocken

Die 589 Pfund schwere, zerschlagene Glocke der alten Kirche wurde 1819 in Heidelberg eingeschmolzen und vom Stück- und Glockengießer Lukas Josef Speck für den Guss zweier neuer Glocken, eine von 500 Pfund und eine von etwa 300 Pfund, eingesetzt.

Diese Glocken, sowie die Prospektpfeifen der Orgel, wurden 1917 auf Verfügung des Kriegsministeriums beschlagnahmt und abtransportiert.  Ein Schicksal, das auch dem Folgegeläut im Zweiten Weltkrieg widerfuhr.

Das heutige Geläut besteht aus drei Bronzeglocken, die 1949 in der Glockengießerei Hamm, Frankenthal, für die evangelische Kirchengemeinde in Birkenau gegossen wurden.

 

 

 

Ewald Imhof, November 2017         

 

Lit.: Die Geschichte der Evangelischen Kirche Birkenau.  Hrsg. Evang. Kirchengemeinde Birkenau, 1995

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